Holz, Licht & Ich

Meine Erfahrungen als Maker, Hacker & DIY Enthusiast

Kategorie: Allgemein

Rollcontainer selber bauen (mit IKEA Metod)

Ich war schon länger auf der Suche nach einem Rollcontainer für meine Schreibtisch-Utensilien. Leider hatte ich nie etwas passendes gefunden, da meine Anforderungen an so einen Rollcontainer recht hoch waren.

Es gab durchaus passende Rollcontainer, die in Frage kamen, diese haben dann allerdings 500€+ gekostet, was mir dann doch ein wenig zu viel Geld für ein Büromöbel war.

Rollcontainer bei den Möbelhäusern haben so bei 70€ angefangen und bis ca. 150€ war alles noch recht klapprig und besteht größtenteils aus Presspappe. Vorallem die Auszüge sind hier sehr laut und von Softclose oder PushToOpen kann man nur träumen.  ab 200€ geht es dann mit Holzfronten los, wobei die Auszüge hier auch noch sehr billig und laut sind.

So kam ich auf die Idee mir den passenden Rollcontainer selber zu bauen. Zuerst wollte ich diesen komplett selber bauen, was ich technisch sicher auch selber hinbekommen hätte. Dann kam mir allerdings in den Sinn, dass ich vor zwei Wochen erst unsere neue Ikea Küche aufgebaut hatte. Ich bin immer noch begeistert von den “Maximera”-Schublagen und da deren Auszüge von Blum sind kann das nicht ganz schlecht sein.

Also hab ich kurzerhand den Ikea-Küchenpalner angeworfen und bei den Unterschränken nach einem passenden gesucht. Erst habe ich nur die 80cm hohen gefunden, die etwas zu hoch sind (vom Boden bis Unterkante Schreibtischplatte sind es bei mir genau 70cm). Ich wusste aber, dass es auch Küchen mit so hohen 20cm Füßen gibt und dafür die Schränke nur 60cm hoch sind. So bin ich unter “Küche -> Küchenschränke -> Weitere Unterschränke -> Unterschränke H68cm” fündig geworden.

Ich hab mich dann für den 40x60x60cm Schrank entschieden. D.h. 40cm breit, hier gehen in die Schubladen gerade noch DIN A4 Blätter quer rein, d.h. ich kann auch mal zwei Stapel Blätter hintereinander in die Schublade legen. Mein Schreibtisch ist 75cm tief, d.h. mit 60cm Tiefe (+Front und Deckseite ca. 65cm) kann ich den Platz bis zur Wand sehr gut ausnutzen. Und 60cm Höhe passt sehr gut zu meinen Rollen, dich ich hier noch rumliegen habe, da diese genau 10cm hoch sind und ich damit eine Gesamthöhe von 70cm habe. Ich weiß natürlich, dass der wagen dann nicht unter den Schreibtisch passt, wenn er gleich hoch wie der Schreibtisch ist, hier habe ich allerdings auch schon eine ganz coole Lösung. Da mein Schreibtisch nur vier 70cm Stützen aus dem Bauhaus und einer Massivholz-Platte besteht, wird im zweiten Schritt ein Stück von der Platte abgesägt und dient dann als Decke des Rollcontainers, der sich perfekt an den Schreibtisch stellen lässt.

Der Ikea-Konfigurator ist, einmal verstanden, sehr flexibel, was die Auswahl der Schubladen-Konfiguration und der Einzelteile angeht. Einzig den Sockel habe ich nicht aus der Konfiguration bekommen. Der Preis passt aber trotzdem ganz gut, da ich für die Rückseite noch eine Schubladenfront in 40x60cm gekauft habe (Artikelnummer: 302.054.39) für 12€. Ich habe soweit auch alles entfernt, was ich nicht unbedingt benötige, wie die Halterung auf der Rückseite, die Füße und die Arbeitsplatte. Somit komme ich auf 196€ für den Schrank.

Nachdem die Planung (ca. 30min) abgeschlossen war habe ich noch kurz geschaut, ob auch alle Teil beim Ikea vor Ort vorrätig waren. Ich hätte evtl. die neuen Ubbalt Fronten genommen, diese waren aber nicht vorrätig, also bin ich bei den weißen Veddinge-Fronten geblieben. Das passt im Nachhinein sogar noch besser, da ich so einen weißen Schank mit Edelstahlgriffen und einer geölten Buchenholz Abdeckung  habe. Das passt von den Kontrasten sehr gut zusammen und entspricht genau meinem Geschmack.

Hier ein paar Bilder vom Aufbau, der in ca. 2 Stunden alleine problemlos machbar war. Da ich durch den Küchenaufbau schon einige Erfahrung mit den Schubladen hatte, konnte ich die Beschläge direkt auf die Platten schrauben und mir so den aufwendigen Einbau in den fertigen Korpus sparen, da ich so viel mehr Platz und Bewegungsfreiheit hatte.

Durch die vielen Fronten und Griffvarianten kann man sich hier seinen perfekten Schrank selber zusammenstellen. Das war mir vorher gar nicht so bewusst, aber ich werde bei meinen nächsten Büromöbeln auf jeden Fall wieder bei Ikea in der Küchenabteilung schauen,  🙂 ob da nicht vielleicht was passenden dabei ist.

Als Resümee kann ich sagen, dass ich super zufrieden mit meinem neuen Rollcontainer bin und ich für den Preis keinen fertigen Rollcontainer bekommen hätte, der die Qualität auch nur ansatzweise hätte. Alleine die Softclose Auszüge sind der Hammer (10 Jahre Garantie?!). Auch die Möglichkeit Schubladen in den Schubladen zu verstecken find ich super. So sieht der Front nicht so zerstückelt aus und ist schön gleichmäßig aufgeteilt.

Achja, ich habe mir noch einen passenden Schubladeneinsatz aus Bambus bei Ikea gekauft (19€) , so gibt es in der obersten Schublade genug Fächer für Stifte, Zettel und anderen Kleinkram.

Was steht jetzt noch an? Ich muss die Rückseitige 40x60cm Platte noch mit Winkeln montieren und an meiner Schreibtischplatte ein 42cm breites Stückchen abschneiden und auf dem Rollcontainer befestigen.

Nachtrag vom 20.02.2018:

Der Premium Rollcontainer ist inzwischen fertig 🙂
Die Rückwand und die Deck-Holzplatte habe ich ganz einfach mit jeweils vier Winkeln aus dem Bauhaus befestigt. Als Deckplatte hatte ich noch den Rest vom Ausschnitt der Herdplatte von der Küche. Das das Holz eine schönere Maserung hat als meine aktuelle Schreibtischplatte habe ich kurzerhand das Reststück verwendet, anstatt was vom Schreibtisch abzuschneiden. Das Ergebnis seht ihr nun hier. Die Deckplatte habe ich vier mal eingeölt. Nach jedem Durchgang habe ich die abstehenden Fasern jeweils leicht mit Schleifpapier entfernt und dann wieder nachgeölt.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und kann mir gut vorstellen, demnächst evtl. einen zweiten Rollcontainer, oder evtl. einen kleinen Schrank im gleichen Design zu machen.

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X-Carve ist bestellt

 

Es ist vollbracht, ich habe mir gestern die X-Carve CNC Fräse bestellt.

Ich wollte schon länger mal eine haben und habe nach längerem Überlegen zur X-Carve von Inventables gegriffen. Es gibt aktuell drei Varianten (500x500mm / 750x750mm / 1000x1000mm) wobei ich mich letztendlich für die 750mm Variante entschieden habe, da diese für mich den besten Kompromiss aus Größe, Arbeitsbereich und Preis darstellt.

Jetzt gilt es erstmal zu warten, da die Lieferzeit bei RoboSavvy momentan ca. drei Wochen beträgt.

Bis dahin gibt es aber schon einiges zu entdecken 🙂

Ich habe schon mal einen Blick in die Aufbauanleitung geworfen und werde neben der Webapp Easel auch wieder Blender 3D ausprobieren und schauen, wie man hier am Besten die 3D-Daten für die Fräse vorbereitet.

 

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